Tandava oder Shiva Tanz, wie Daniel Odier ihn lehrt, ist eine Praxis aus der Tradition des kaschmirschen Tantra. Ein mystischer Tanz, der sehr langsam, ohne Muskelanspannung und ohne direktes Tun frei ausgeführt wird. Er hilft dem Körper, den Raum absichtslos zu erforschen, sich in Kontakt mit dem Raum in seiner Gesamtheit zu spüren.

Unser Körper ist einem sensiblen Saiteninstrument ähnlich. Ein gut eingestimmtes Saiteninstrument schwingt mit in der Resonanz seiner Umgebung. Bei zu viel Spannung drohen die Saiten zu reißen, was für den Körper unter anderem mit Schmerzen, Leistungsdruck, den Kopf nicht frei haben können oder Muskelanspannungen vergleichbar ist. Sind sie zu locker, klingen die Saiten nicht, was zum Beispiel mit fehlenden Motivationen, Leistungsschwäche, Unzufriedenheit oder dem Versuch sich zu konzentrieren im Körper vergleichbar wäre.

Die Praxis des Tandava verdeutlicht das Bewusstsein für den Alltag (in das was ist). Es entsteht ein leichter selbstständiger Fluss, der Harmonie in die Art und Weise wie wir uns bewegen bringt. Nach dem Tanzen bleibt geistige Wachheit ohne körperliche Erschöpfung, es öffnet sich ein Raum von Gelassenheit, innerer Stille, Ruhe und vielleicht Frieden...

Der Sage nach, ist dieser Tanz der Ursprung aller uns heute bekannten Yogaformen. Vor einigen tausend Jahren haben die Yoginis, die diesen Tanz praktizierten, von Stellungen geträumt, aus denen heute das uns bekannte Hatha Yoga und andere Yogaformen bestehen.

Die Einfachheit und Leichtigkeit dieses Yoga verblüfft immer wieder in der Wirkung.

Lass Dich mitnehmen in dieser Erfahrung im Fluss mit der Räumlichkeit von jeglichem Willensakt befreit, deinen Körper in seiner vollen Wahrnehmung neu kennen zu lernen …



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